Zu viele privilegierte, bildungsferne Amerikaner sterben, weil keiner sie Diskriminiert!

Und es ist wieder Zeit, einen zu vergeben: Einen Idiot-Award!

And the Idiot goes to ... Catherina Kaiser!

 

Und diesmal – es konnte ja nicht lange dauern – zielt die Schmutzschleuder genau auf die Huffington Post. Vanik quälte sich durch drei oder vier der Artikel dort. Wortreich werden Meinungen ohne Hintergrundwissen oder gar Belege ausgebreitet. Ja, wir haben verstanden, dass Intoleranz doof ist, dass Pegida doof ist und dass es im Fall der Huff in Ordnung ist, wenn Argumente oder wenigstens Seriosität durch herabwürdigendes Gequake der Sorte „Meinungspolizei“ ersetzt wird.

 

 

Aber nein, das alleine reicht nicht für den Idiot aus, denn es wäre zu einfach, das offensichtlich Dumme in Grund und Boden zu schreiben... 

Nachdenklich machte Vanik dann doch eher folgender Artikel:

 

http://www.huffingtonpost.de/2016/01/17/sterben-mehr-junge-menschen_n_9002916.html?utm_hp_ref=gesundheit

 

 

Nehmen wir mal zum Einstieg eine Textstelle unter die Lupe:

 

Zitat Anfang:

Hinter der steigenden Todesrate junger, weißer Amerikaner steckt ein großes Problem der amerikanischen Gesellschaft: Drogenmissbrauch. Laut der Untersuchung der "New York Times" starben 2014 fünf Mal so viele junge Menschen an einer Überdosis, als noch 1999. Und auch die Selbstmordraten sind seither in die Höhe geschossen.

Zitat Ende.

 

Junge, weiße Amerikaner? Das sind doch die privilegierten Leute, oder? Hegemoniale Männlichkeit und so … In „der gemachte Mann“ stand zumindest sowas in der Art drin. Aber zurück zum Thema!

 

Der Text oben sagt uns jetzt was?

Dass die Drogen sich qualitativ so stark verändert haben, dass die Junkies mit dem Stoff nicht mehr umgehen konnten?

Wurde Walter White zu cool dargestellt, so dass die Kids mal wieder den Medien zum Opfer fielen?

Oder kiffen die mittlerweile ständig vorm Autofahren und bauen tödliche Unfälle?

Ach nein – zur Art der Drogen wurde ja gar nichts gesagt – welch Zufall.

Den vielleicht eher relevanten Fakt, dass in dem Video-Bericht von „bildungsfernen Schichten“ die Rede ist, übergeht man natürlich – um hier den Zusammenhang zu erkennen, bräuchte es wohl zu viel Fachwissen.

 

Jetzt versteht Vanik umso besser, warum „Amerikanische Studien belegen ...“ an seiner Hochschule als running gag geäußert wurde. Aber die Huff straft Vanik lügen, wenn er behauptet, es käme kein Kontext …

 

Na ja, zuerst werden noch die Suizidrate und weitere Erkrankungen, die eben weniger tödlich sind, ins Feld geführt. Warum?

 

Ganz einfach … ähm … na ja … also … Es macht keinen Sinn, insofern das nicht vernünftig ausformuliert und belegt wird!

 

Aber wie gesagt: Es kommt noch was zum Thema. Nämlich folgendes:

 

Schwarze werden diskriminiert, weil sie schwarz sind und kriegen daher seltener Schmerzmittel. Das wiederum hält sie davon ab Drogen zu nehmen. Dafür werden sie aber öfter von Polizisten erschossen – was auch immer das jetzt hiermit zu tun hat.

 

Spätestens jetzt versteht Vanik gar nichts mehr. Sind die Ärzte (ja auch eine der – von manchen alternativer eingestellten - standardmäßig angefeindeten Berufsgruppen) jetzt alle Rassisten? Oder doch Helden? Diskriminieren sie die Schwarzen, weil sie sie Schmerzen leiden lassen, oder aber die weißen, weil sie sie sterben lassen? Und was ist überhaupt mit den schwarzen Ärzten? 

 

Wo zur Hölle bleibt der wesentliche Fakt in diesem Bericht. Eine wilde Collage aus Behauptungen, Fakten und Meinungen, die irgendwie darum kreist, dass die USA doof sind, ist weder informativ, noch bereichernd für unsere Medienlandschaft.

 

Also bitte, liebe Frau Kaiser … warte nächstes Mal lieber auf ein Thema das sich lohnt. Den Anti-USA-Tenor haben wir alle schon zu oft gehört und zu viele singen ihn mit.

 

Trotzdem weiterhin frohes und erfolgreiches Schaffen,

 

 

beste Grüße. 

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