Wer zur Hölle ist der Fangemann?

und warum sollte man Angst vor ihm haben?

 

 

Eines kalten Januarmorgens vernahm Vanik jene Worte, die sein Blut – rein metaphorisch betrachtet – den Außentemperaturen anpassten.

Ich möchte 'Wer hat Angst vorm Fangemann' spielen!“ Ein kleines, (möglicherweise annähernd) unschuldiges Mädchen blickte aus großen Rehaugen zu ihrer Mama empor. Diese (ganz sicher nicht unschuldig, da sie ja Mutter … ach lassen wir das!) erwiderte den Blick gleichermaßen liebevoll und verwirrt.

Du meinst: Wer hat Angst vorm schwarzen Mann, oder?“

 

Nein, wer hat Angst vorm Fangemann!“

Tja, so wurde das wohl im Kindergarten genannt – wahrscheinlich aus der Angst heraus, jemand könnte hier fremdenfeindliche Ambitionen unterstellen ...

Es ist völlig klar, dass die Genderpolizei sich hier aufplustern und Bösartigkeit unterstellen 'muss'. Jene Menschen, die ihren Selbstzweck darin sehen, vermeintlich rassistische, diskriminierende, ungerechte oder auch nur von einer einzelnen Person auf der Welt als störend empfundene Sachverhalte zu konstruieren, kapieren offensichtlich wirklich nicht, dass sie es sind, die überhaupt den Zusammenhang zu den Themen 'Rassismus' und 'Diskriminierung' herstellen.

 

Bis Vanik von dieser unsäglichen Namensänderung im Sinne der political correctness hörte, dachte er nicht im Traum daran, hier einen maximal pigmentierten Mitbürger – der im Durchschnitt bessere Leistungen in Teilbereichen der Leichtathletik erzielen dürfte, als blasser anmutende Menschen und zudem möglicherweise einem verbreiteten (oder eher verlängerten) Klischee in genitaler Bereichslage genügen mag – mit diesem simplen Spiel in Verbindung zu bringen.

Sehen sie nur, zu welchen Satzungetümen man gezwungen wird, wenn man niemanden diskriminieren mag!

 

Vanik hofft doch sehr, hiermit tatsächlich niemanden diskriminiert zu haben. Aber ist das überhaupt möglich, etwas zu sagen und niemanden damit auf die Füße zu treten? Und vor allem: Wie soll es gelingen, jemanden nicht zu diskriminieren, wenn man verkrampft versucht hervorzuheben, dass es gaaar keinen Unterschied zwischen schwarzen und weißen Menschen, Männern und Frauen, etc. gibt? Nein, es muss offensichtlich richtig sein, einen armen Ausländer auf die Bühne zu zerren, um mit dem Finger auf ihn zu zeigen und lauthals zu verkünden, dass diese Person sich nicht von jedem anderen unterscheidet.

 

Wie viele vor der Bühne würden wohl denken: Und warum musste er dann auf die Bühne?

 

Aber hier kommen Themen durcheinander.

Eine ganz kurze Suche im Internet offenbart: Sehr viele Menschen sind reichlich verunsichert durch die Angst, sie könnten als Rassisten, bzw. Nazis gelten, wenn sie bei einem Kindergeburtstag dieses Spiel spielen. Natürlich findet jede Diskussion sehr schnell zu einem Punkt, an dem Hintergründe des Spiels genannt werden. Darüber wird schnell klar, dass der Bezug zu dunkelhäutigen Menschen völlig konstruiert ist.

 

Warum also nässen sich verzweifelte Eltern eher ein, als das Spiel zu spielen und den Kindern schlicht zu erklären, dass der deutlich naheliegendere (und wie an dieser Stelle angenommen wird – korrekte) Hintergrund des Spiels die Pestepidemie um 1350 ist (man nannte sie nicht umsonst 'Der schwarze Tod'). Somit wäre beim Spielen geschichtliche Bildung inklusive, anstatt einen unschuldigen Spaß zu einem Monster aufzublähen und Kampfbegriffe wie 'Diskriminierung' oder 'Rassismus' mit Gewalt in eine kindliche Welt hineinzuprügeln.

 

 

Beste Grüße!

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