Dunkel


Vanik 04 / 16


Dunkel

 

Nur Finsternis umspült mein Herz

Gedankenleer such ich den Schmerz

Der mir beweist, ich lebe noch

Hier unten in dem düstren Loch

Was bleibt mir noch in dieser Not?

Gar etwas andres als der Tod?

Ich muss ihn suchen, mich ihm stelln

Wird er wohl meinen Weg erhelln?

Gefangen bin ich und versklavt

Hab längst schon meinen Feind entlarvt

 

Der mich hindert, Glück zu finden

Der mich anwies zu erblinden

Ihn zu finden, ihn zu kriegen

Dieses Monster zu besiegen

Hat das Schicksal mir beschieden

Dabei darf ich nicht ermüden

Jetzt hab ich den Ort gefunden

Hier kann ich ihn gar verwunden

Denn ohn' jeglich Schutz und Siegel

Blicke ich in einen Spiegel

 

Die Furcht ist größer als mein Mut

Der Spiegel reflektiert die Wut

Und zeigt mir, dass ich wirklich nie

Entfliehe dieser Agonie

Die Finsternis lässt mich nicht los

Behütet mich in ihrem Schoß

So bin ich Opfer und auch Kind

Zumindest bin ich wieder blind

Und Suhl mich abermals im Leid

 

In der vertrauten Dunkelheit